Biogas neu gedacht: Wie innovative Technik von Wangen Pumps die Energieversorgung von morgen sichert
Biomasse – und insbesondere Biogas – ist ein zentraler Baustein des Energiesystems. In Deutschland gibt es etwa 9.600 Biogasanlagen mit einer Leistung von über 5.600 Megawatt. Das versorgt neun Millionen Haushalte mit Strom und 2,5 Millionen mit Wärme. Biogas ist flexibel nutzbar, speicherbar und unabhängig von Wind und Sonne – das macht es zu einer tragenden Säule der Energiewende.
Der Trend geht zu Gülle und Mist
Dass die Produktion sicher und störungsfrei läuft, ist für die Versorgung elementar. Der Trend bei den dafür eingesetzten Rohstoffen geht weg von Energiepflanzen wie Mais hin zu biologischen Reststoffen. Deshalb kommen verstärkt Gülle und Mist zum Einsatz. Das Problem: Neben Strohresten sind darin oft auch Fremdkörper wie Steine enthalten. Das stellt höhere Anforderungen an die Verarbeitung.
Die Biogasbranche befindet sich aktuell im Wandel und die technischen Anforderungen werden komplexer. Auch die Betreiber der Biomethananlage im baden-württembergischen Mühlacker standen vor einer Herausforderung. Die Anlage ist ein wichtiger Energieerzeuger der Region. 46 Millionen Kilowattstunden des hier erzeugten und aufbereiteten Biomethans werden in das Gasnetz der Stadtwerke Mühlacker eingespeist. Damit erzeugen sie rund ein Drittel des Gasbedarfs selbs
Wie füttert man eine Biogasanlage?
Die wichtigste Frage bei einer Biogasanlage lautet: Wie bekomme ich das „Futter“ (also Biomasse wie Pflanzen oder Mist) zuverlässig in den Fermenter, damit daraus Gas entsteht? Bisher wurde die Anlage in Mühlacker „trocken gefüttert“, mithilfe von Förderschnecken. Das sind riesige Schrauben, die feste Materialien direkt in den Fermenter transportieren. Das Problem: Langfaseriges Material wie Stroh, aber auch Steine, Holzstücke, Glas oder Metallteile verstopfen und blockieren die Schnecke. Das stört den reibungslosen Betrieb und führt außerdem zu höherem Verschleiß.
Umstellung auf Flüssigfütterung: Pumpe gesucht
Die Idee des Betreibers: Eine Umstellung von „Trockenfütterung“ auf „Flüssigfütterung“. Anstatt die festen Stoffe direkt in die Anlage zu befördern, wird ihnen Flüssigkeit zugeführt, zum Beispiel Gärreste, und so lange vermischt, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Um diese flüssige Masse in die Anlage zu bekommen, braucht man eine leistungsfähige Pumpe. Deshalb wandte sich der Betreiber an die Pumpen- und Mischtechnik-Experten der Pumpenfabrik Wangen GmbH, auch bekannt als Wangen Pumps. Das Unternehmen mit Sitz in Wangen im Allgäu ist eine Marke der Atlas Copco Group. 1969 gegründet, entwickelte sich der handwerkliche Betrieb schnell zum Mittelständler mit heute 250 Beschäftigten. Als innovatives Maschinenbauunternehmen bietet Wangen Pumps hochwertige Verdrängerpumpen für industrielle Anwendungen an. Neben der Biogasproduktion kommen diese auch in Schlüsselbranchen wie der Lebensmittel- und Getränkeproduktion, Umwelt- und Klärtechnik, Chemie-, Papier- oder Pharmaindustrie zum Einsatz.
Die Lösung heißt BIO-ROXX
Für die Biogasanlage Mühlacker hatten die Ingenieure von Wangen Pumps eine Lösung: BIO-ROXX. Das Mischmodul ist ein Paradebeispiel für Ingenieurskunst: Es verbindet moderne Pump- und Mischtechnik, trennt zuverlässig Störstoffe wie Steine, Holz oder Glas heraus und erzeugt eine homogene Substratmasse für den Fermenter.
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